Wie formatiere ich meine Festplatte für "Kla.TV-Offline" korrekt? (exFAT)
Damit die Festplatte auf jedem System gelesen werden kann, ist es wichtig, dass sie richtig formatiert ist. Dann kann sie auf Mac, Windows und Linux gelesen und beschrieben werden.
Achtung: alle Daten auf der Festplatte werden nach diesem Vorgang unwiderruflich gelöscht! Führe diesen Schritt durch, bevor du etwas auf die Festplatte kopiert hast!
Anleitung für Windows
- Mache einen Rechtsklick auf die Festplatte > wähle "Formatieren"
- Wähle beim Dateisystem "exFAT" und drücke "Starten"
Anleitung für MacOS
Anleitung für Linux
- Starte den Linux-Rechner und schließe die externe Festplatte an.
- Nun benötigst du das Programm "GParted", das unter den meisten Linux-Versionen bereits vorinstalliert ist.
- Öffne GParted und gebe dein Benutzer-Passwort ein.
- Klicke auf das Auswahlfeld rechts oben und wählen die zu formatierende Festplatte aus.
- Wähle wiederum die entsprechenden Partitionen aus, klicke mit der rechten Maustaste darauf und gehen auf "Aushängen".
- Klicke erneut mit der rechten Maustaste und wähle "Formatieren als" sowie das gewünschte Dateisystem (exFAT) aus.
- Klicke oberhalb auf das grüne Häkchen und bestätige nochmals. Die Festplatte wird nun formatiert.

Achtung:
Zumindest für Ubuntu 22.04, 24.04 gilt folgendes, für andere Linux-Distributionen könnte es ebenfalls zutreffen, wurde aber nicht überprüft:
Nachdem die Partition, wie oben beschrieben, formatiert wurde, ist sie gänzlich leer. Unter Linux spielt das keine Rolle.
Unter Windows 10/11 hat das aber zur Folge, dass die Festplatte und auch die mit exFAT formatierte Partition zwar in der Datenträgerverwaltung als fehlerfrei erkannt wird. Der Partition wird jedoch weder automatisch ein Laufwerksbuchstabe zugeordnet, noch kann man "von Hand" (über das Kontext-Menü in der Datenträgerverwaltung) einen Laufwerksbuchstabe zuordnen.
Somit wird die Festplatte (Partition) nicht in das Dateisystem eingebunden und ist im Datei-Explorer nicht zu sehen.
Dem ist abzuhelfen, indem unter Linux, nach der Formatierung im Wurzelverzeichnis (Stammverzeichnis, auf oberster Ebene der Datei-Hierearchie) ein Ordner mit der Bezeichnung System Volume Information angelegt wird.
Dazu muss die Partition im Dateisystem eingehängt sein. Das passiert standardmäßig automatisch unter/media/<benutzername>/<label> sobald die USB-Festplatte an den Rechner angeschlossen wird.<label> ist die Datenträgerbezeichnung, die bei der Formatierung (siehe oben) angegeben werden kann - und sollte. Andernfalls wird anstelle des Labels die UUID des Dateisystems (z. B. b23af350-fbe6-4e7e-a155-2699573a9c50) als Verzeichnis-Name für die extFAT-Partition verwendet, was nicht sehr benutzerfreundlich ist.
Wurde bei der Formatierung vergessen eine verständliche Datenträgerbezeichnung anzugeben kann das jederzeit nachgeholt werden, wenn die Partition nicht im Dateisystem eingehängt ist:
$ tune2fs -L <label> <gerätename_der_exFAT_partition>
<gerätename_der_exFAT_partition> könnte beispielsweise /dev/sdb1
Der Ordner wird dann angelegt mit
$ mkdir '/media/<benutzername>/<label>/System Volume Information'
Einfache oder doppelte Hochkommas ('...', "...") sind erforderlich, weil die Ordnerbezeichnung Leerzeichen enthält.
Erforderlichenfalls ist den Kommandos tune2fs und mkdir der Befehl sudo voranzustellen.





